Audit Beruf und Familie

Das Managementinstrument zur Optimierung einer familienbewussten Personalpolitik

Was ist das Audit „Beruf und Familie“?
Das Audit „Beruf und Familie“ unterstützt Unternehmen darin, Unternehmensziele und Mitarbeiterinteressen in eine tragfähige Balance zu bringen. 1995 von der Hertie-Stiftung entwickelt, ist das Audit das strategische Managementinstrument zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Empfohlen von allen Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft, ermittelt es Potenziale und bietet individuelle Lösungen an, die sich rechnen.

Demographischer Wandel
Der Wettbewerb um Marktanteile – aber auch um qualifizierte Beschäftigte – wird zunehmend härter. Unternehmen werden sich künftig noch stärker an Kundenwünschen orientieren und noch flexibler und schneller reagieren müssen.

Familienbewußte Personalpolitik ist ein Wettbewerbsvorteil, weil sie mehr einspart, als sie kostet. Und zwar überall: In großen und kleinen Unternehmen.

Eine familienbewusste Personalpolitik

  • festigt die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • senkt die Fluktuations- und Krankheitsrate
  • sichert den Qualifikationserhalt
  • reduziert die Kosten für Personalrekrutierung
  • ermöglicht einen flexiblen und multifunktionalen Personaleinsatz
  • erhöht die Arbeitsproduktivität und
  • stärkt so die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.

Unternehmen sind bei der Umsetzung einer familienbewussten Personalpolitik besonders gefordert. Aber natürlich haben auch Politik und Verbände, Kommunen, Kirchen und Vereine ihre jeweiligen Verantwortlichkeiten ernst zu nehmen.

Die Erfahrungen zeigen: Wenn unternehmerische Maßnahmen und kommunale Angebote gezielt miteinander verbunden werden, wird der betriebswirtschaftliche Nutzen der Unternehmen erheblich gesteigert und zugleich die Attraktivität der Kommunen spürbar gestärkt.

Um für jedes einzelne Unternehmen die individuell passen Ziele und Maßnahmen herauszufinden, arbeitet das Audit „Beruf und Familie“ mit einem Kriterienkatalog, der in acht Handlungsfeldern die klassischen Bereiche der Personalpolitik abdeckt.

Arbeitszeit
Flexible Arbeitszeiten vergrößern den unternehmerischen Gestaltungsspielraum. Beschäftigte können Umfang und Lage der Arbeitszeit besser mit den familiären Anforderungen vereinbaren. Beispiel: An Lebensphasen orientierte Arbeitszeit – Elternzeit -.

Arbeitsorganisation
Eine familienbewusste Arbeitsorganisation erhöht die Einsatzbereitschaft der Beschäftigten. Die Balance von Beruf und Familie wird durch flexible Gestaltung und Verteilung von Arbeitsaufträgen, durch multifunktionalen Personaleinsatz und Mitarbeiterbeteiligung erreicht. Beispiel: Teamarbeit, Kommunikationszeiten, Überprüfung von Arbeitsabläufen.

Arbeitsort
Neue Information- und Kommunikationstechnologien ermöglichen den Unternehmen Zeit- und Kosteneinsparungen. Den Beschäftigten eröffnen sie flexiblere Arbeitsformen und damit die Chance, Familienbedürfnisse mit den beruflichen Anforderungen in Einklang zu bringen. Beispiel: alternierende Telearbeit, mobile Telearbeit.

Informations- und Kommunikationspolitik
Kontinuierliche Information über Möglichkeiten und Nutzen familienunterstützender Angebote verstärkt die Wirksamkeit der Maßnahmen im Unternehmen und sorgt für eine Imageverbesserung. Beispiel: Mitarbeitergespräch, Informationsbroschüre, Ansprechpartner zum Thema Vereinbarkeit.

Führungskompetenz
Führungskräfte tragen wesentlich dazu bei, dass die Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Arbeitsalltag umgesetzt werden können. Ihr familienbewusstes Verhalten ist Spiegelbild einer modernen Unternehmenskultur. Beispiel: Unternehmensleitsätze. Der Leitsatz der Stadt Langen lautet: Wir … Stadt Langen! Heute gemeinsam für ein lebenswertes Morgen.

Personalentwicklung
Familiäre Veränderungen sind Bestandteile jedes Lebensweges. Die Berücksichtigung der familiären Situation bei der Einstellung der weiteren Planung der Laufbahn hilft, qualifiziertes Personal zu gewinnen und zukunftssichernde Kompetenzen zu erhalten. Beispiel: Personalentwicklungsplan, Kontakthalteprogramm, Patenkonzept.

Entgeltbestandteile/geldwerte Leistungen
Neben tarifvertraglich geregelten Systemen zur finanziellen Unterstützung von Beschäftigten mit Familie können diese auf vielfältige Weise finanziell und sozial unterstützt werden. Individuelle Angebote tragen zu einer bedarfsgerechten Familienförderung bei. Beispiel: Haushaltsservice, Anrechnung von Erziehungszeiten, Personalkauf.

Service für Familien
Die Sicherstellung einer geeigneten Betreuung von Kindern oder pflegebedürftiger Angehörigen ist Voraussetzung für eine tragfähige Balance von Beruf und Familie. So können familiär bedingte Fehlzeiten deutlich gesenkt und die Motivation erhöht werden. Beispiel: Eltern-Kind-Arbeitszimmer, Ferienbetreuung.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter den untenstehenden Links „Beruf und Familie“ oder „Familienportal“.

Die Stadt Geestland hat, wie vorher bereits die Stadt Langen, den Begriff „Familie“ so definiert:

Unter dem Begriff Familie versteht die Stadt Geestland ein soziales Netzwerk, in dem langfristige soziale Verantwortung für andere wahrgenommen wird.

Im März 2007 wurde der Stadt Langen erstmals das Grundzertifikat zum Audit „berufundfamilie“ erteilt. Wir können das europaweit geschützte Grundzertifikat auf Veröffentlichungen, Druckschriften und Stellenanzeigen verwenden.

Das Audit ist das strategische Managementinstrument zur besseren Vereinbarung von Beruf und Familie. Es ermittelt Potenziale und bietet individuelle Lösungen an.

Die Stadt Langen hat sich nach drei Jahren für die Re-Auditierung entschieden, um mit dem audit „berufundfamilie“ die familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik weiter zu stärken. Die Stadt Geestland ist dieser Entscheidung weiter gefolgt und konnten den Anforderungen der Richtlinien zur Erteilung und Aufrechterhaltung des Zertifikates in der turnusgemäßen Re-Auditierung entsprechen. Öffentlich verliehen wurden


 

Ansprechpartnerin:

Name: Frau Sabine Wohlers
Tel.: 04743 937-1530
Fax: 04743 937-1539
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